Gornja Vrućica, Pelješac: ein Dorfspaziergang im Regen
Am 12. Oktober 2026 spazierten wir durch das Dorf Gornja Vrućica. Es regnete, die gepflasterten Gassen glänzten vor Nässe, und über den nassen Ziegeldächern hingen tiefe Wolken, die die Gipfel der bewaldeten Hügel verdeckten. Das Dorf ist aus Stein gebaut, und wir sahen Häuser in ganz unterschiedlichem Zustand. Manche alten Häuser sind schön renoviert, an anderen wird noch gearbeitet. Ein altes zweistöckiges Haus mit durchhängendem Dach und einem Feigenbaum an der Mauer wartet noch auf die Renovierung, daneben steht ein neueres Steinhaus. Unterwegs sahen wir auch ein ganz neues Haus. Über einer von Kletterpflanzen bewachsenen Mauer stehen alte Häuser mit Ziegeldächern, und an anderer Stelle blickten wir über nasse Dächer auf einen bewaldeten Hang und Berge in den Wolken.
In einer der Gassen hängt an einem Steingiebel ein weißes Banner mit der Aufschrift Wine Shop „Maste“. Es hängt am Keller, aus dem die Maste-Weine stammen. Wir kaufen zwei Weine von hier, Maste und Viter. Bei früheren Besuchen auf Pelješac sahen wir, wie die Trauben für den Viter in Holzkisten direkt im Weinberg trocknen; nach unserer Kenntnis ist es Plavac mali. Diesmal sahen wir die Kisten nicht, wir gingen nur durch das Dorf.
Gornja Vrućica ist nach Angaben der Gemeinde Trpanj eine ihrer vier Siedlungen. Den Grundlagen zum Raumordnungsplan zufolge liegt das Dorf auf einem Bergrücken und in einem kleinen Tal zwischen Ketten von Karsthügeln südlich des Städtchens Trpanj. Der Tourismusverband der Gemeinde Trpanj beschreibt Gornja und Donja Vrućica als zwei Siedlungen mit vielen Weilern in Talkesseln und an Hängen im Inneren von Pelješac, wo sich Weinberge, Olivenhaine, mediterrane Vegetation und Karst abwechseln.
Die Kirche des heiligen Georg (sv. Juraj) steht laut den Planunterlagen vor dem Dorf auf der östlichen Kuppe des Rückens und wird seit dem 16. Jahrhundert als Bruderschaftskirche erwähnt. Die Kirche Gospa od Milosrđa (Muttergottes der Barmherzigkeit) auf dem Pass westlich des Dorfes, an der Straße nach Donja Vrućica, wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Für uns schmeckt Gornja Vrućica nach Wein. Am selben Tag fotografierten wir auf dem Weg von Žuljana Oliven vor der Ernte.






Die ganze Geschichte dieser Erzeuger steht im Buch.
