Vor der Olivenernte auf Pelješac: Oliven im Oktober 2026
Am 12. Oktober 2026 gingen wir zu Fuß auf einem alten Weinweg von Žuljana, wo wir im Oktober Trauben der Sorte Plavac mali fotografierten, in Richtung Putniković. Nach Angaben des Tourismusverbands der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva schmücken Weinreben Pelješac seit alten Zeiten, und die Weinherstellung hat dort eine lange Tradition. Unter den Weinbergen der Halbinsel nennt der Verband auch jene, die bis Putniković reichen. In der Richtung, in die wir gingen, zweigt beim Dorf Dubrava ein Schotterweg nach Putniković ab. Die Tourismusverbände der Halbinsel weisen ihn auf ihrer Tourenkarte von 2022 als alte Napoleonstraße aus. Der Bau der Straße über Pelješac begann der Geschichte der Gemeinde Janjina zufolge mit der Ankunft der napoleonischen Truppen und General Marmonts und wurde nach Angaben des Tourismusverbands der Gemeinde Ston auch unter österreichischer Herrschaft fortgesetzt. Römische Villen sind auf Pelješac an vielen Orten belegt, darunter in Žuljana, bei Ston (Bare) und in der Bucht Prapratno. Das geht aus einer Übersicht von Vlasta Begović und Ivančica Schrunk in der Zeitschrift Prilozi Instituta za arheologiju von 2002 hervor.
Am Weg wuchsen Olivenbäume, und an ihren Zweigen hingen Oliven in vielen Farben: grün, grün mit rosa Hauch, violett und fast schwarz. An einem Zweig begannen sich die Früchte gerade erst zu färben, an einem anderen waren sie schon dunkel. Dass die Olivenernte bevorstand, war auf den ersten Blick zu sehen.
Die Olivenbäume stehen hier auf Wiesen zwischen Sträuchern, die der Herbst gelb gefärbt hatte, und darüber steigen bewaldete Hänge mit einem felsigen Grat an. Von einer Stelle aus sahen wir hinunter in ein bewaldetes Tal und dahinter auf einen Streifen Meer unter den Wolken. An einem Baum mit dunklen Früchten blieb einer von uns stehen und nahm einen Zweig in die Hand. Am selben Tag gingen wir im Regen auch durch das Dorf Gornja Vrućica.
Am 15. Oktober 2026 wurden in Žuljana die ersten Oliven geerntet, und ein Trupp aus Zagreb war gekommen, um den Einheimischen zu helfen.
Ein Übersichtsartikel im Journal of Food Science and Technology hält fest, dass sich die Farbe von Oliven je nach Reifegrad von kräftigem Grün bis Schwarz verändern kann. Der Reifegrad wird üblicherweise mit einem Index von 0 bis 7 anhand der Farbe von Haut und Fruchtfleisch bewertet, und bei der offiziellen Methode wird dafür eine Probe von 100 Oliven verwendet. Wasser und Öl nehmen in der Frucht zu, bis das Öl in reiferen Oliven sein Maximum erreicht.
Die Kroatische Enzyklopädie (Hrvatska enciklopedija) nennt für die Halbinsel neben dem Weinbau auch den Olivenanbau. In einer Broschüre des Tourismusverbands der Gemeinde Ston über Žuljana heißt es, dass die Menschen dort vor allem vom Weinbau, vom Olivenanbau und vom Fischfang leben. Pavle Bakarić beschrieb 2005 in der Fachzeitschrift Pomologia Croatica die heimischen Olivensorten der Halbinsel Pelješac, darunter Paštrica, Sitnica und Česminka.










Die ganze Geschichte dieser Erzeuger steht im Buch.
