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Ston-Salz: die Saline von Ston auf der Halbinsel Pelješac

Das Salz aus Ston wird in der Saline bei der Stadt Ston auf der Halbinsel Pelješac in Kroatien gewonnen. Nach Angaben des Tourismusverbands der Gemeinde Ston entsteht es dort bis heute aus Meerwasser, mit Sonne, Wind und menschlicher Arbeit. Der Name des Salzes ist jedoch keine geschützte Ursprungsbezeichnung, und Ston steht auf der Vorschlagsliste der UNESCO, nicht auf der Welterbeliste (beides Stand 13. Oktober 2026).

Jan Svoboda und Jaroslav VrbaAktualisiert

Illustration von Salzkristallen.

Wo die Saline von Ston liegt

Nach Angaben des Betreibers der Saline liegen die Salzbecken zwischen dem fruchtbaren Stonsko polje und der tiefen Bucht von Ston, in unmittelbarer Nähe des Städtchens Ston. Der Betreiber erwähnt auch die kurze Landenge, die die Halbinsel Pelješac mit dem Festland verbindet. Die Saline, kroatisch Solana Ston, ist nach Angaben des Tourismusverbands eine von drei Salinen in Kroatien. Von Ston nach Mali Ston beträgt die Strecke mit dem Auto etwa einen Kilometer; zu Fuß dauert der Weg über die Mauern rund 40 Minuten. Ston gehört zum Gebiet Ston–Ponikve.

Die Saline ist nach Angaben des Tourismusverbands in Becken gegliedert. Jedes trägt den Namen eines christlichen Heiligen, zum Beispiel Sv. Frano, Sv. Petar i Pavao, Sv. Vlaho oder Sv. Nikola. Eine Ausnahme ist das Becken Mundo, das „für das Volk“ bestimmt ist. Aus dem Becken Mundo wurde laut Betreiber zur Zeit der Republik Dubrovnik Salz an die Menschen der Umgebung verteilt, die kein Geld für Salz hatten.

Die Angaben des Betreibers auf dieser Seite beruhen auf archivierten Kopien seiner Website vom 4. August 2025: Seite „Povijest“, Seite „Donacije“.

Ein regelmäßiges Raster von Salzbecken zwischen Häusern mit roten Dächern und bewaldeten Hügeln.
ReisefotoDie Salinen von Ston, 2005.

Salzgewinnung: wie das Salz in Ston entsteht

Nach Angaben des Tourismusverbands wirken bei der Salzgewinnung bis heute Sonne, Meer, Wind und menschliche Arbeit zusammen, und die Saline liefert neben Salz auch die sogenannte Salzblume. Salzblume ist nach der kroatischen Vorschrift über Salz von 2019 (Narodne novine 70/2019) eine dünne Schicht zerbrechlicher Kristalle, die sich bei der traditionellen Verdunstung in Kristallisationsbecken auf der Oberfläche des eingedickten Meerwassers bildet.

Der Betreiber beschreibt, dass das Salz durch Verdunstung von Meerwasser in großen, flachen Becken gewonnen wird und dass der ganze Vorgang je nach Wetter ein bis zwei Monate dauert. Zur Anlage gehören nach seinen Angaben auch Bereiche zum Trocknen und Lagern des Salzes. Er erwähnt außerdem den Transport zum heutigen alten Hafen von Ston, von dem aus Segelschiffe das Salz in die damalige Welt brachten. Etwa 500 Tonnen Salz werden hier nach Angaben des Betreibers jährlich geerntet (archivierte Kopie seiner Seite vom 4. August 2025). Andere Quellen nennen andere Mengen.

Geschichte: Salz, Mauern und die Republik Dubrovnik

Nach Angaben des Tourismusverbands kaufte die Republik Dubrovnik Ston im Jahr 1333 und umgab es 1360 mit einer Verteidigungsmauer. Die Kroatische Enzyklopädie (Hrvatska enciklopedija, Lexikographisches Institut Miroslav Krleža) ergänzt, dass Ston 1333 zusammen mit Pelješac in den Besitz der Republik kam und dass seine Bedeutung auf den Salinen beruhte, in denen schon in römischer Zeit Salz gewonnen wurde. Als Namen der Siedlung Ston nennt der Betreiber Stagnum. Nach dem Kulturgüterregister des kroatischen Kulturministeriums errichteten die Dubrovniker den gesamten Festungskomplex zwischen 1333 und 1506 und gründeten 1334 Mali Ston.

Nach Angaben des Tourismusverbands entstanden zuerst, in rund dreißig Jahren, ein Verteidigungswall quer über die Halbinsel und nach einem einheitlichen Plan zwei befestigte Städtchen: Ston im Süden und Mali Ston im Norden. Sie sollten Menschen zusammenführen, die die Grenzen schützen und in den Salinen arbeiten. Die eigenständige Festung Veliki kaštio wurde laut Tourismusverband zum Schutz der Salinen von Ston gebaut.

Unter der Republik wurde Salz nach der Kroatischen Enzyklopädie zum Staatsmonopol, und in der Stadt wurde ein eigenes Salzamt eingerichtet. Der Betreiber der Saline bezeichnet das Salz aus Ston als Monopolprodukt der Republik. Die Herstellung und der Transport von Salz sowie der Handel damit nahmen nach Angaben des Tourismusverbands im Wirtschaftsleben der Republik einen außerordentlich wichtigen Platz ein, und die Republik und ihre Behörden kümmerten sich bis zu ihrem Ende im Jahr 1808 um die Saline von Ston.

Die Geschichte der Saline bis zum Zweiten Weltkrieg hat Šime Peričić in einer Fachstudie in den Anali Dubrovnik aus dem Jahr 2005 aufgearbeitet. Nach deren Zusammenfassung war die Saline über Jahrhunderte wichtig für den Lebensunterhalt der Menschen in Ston und Umgebung.

Was geschützt ist und was nicht

Die Angaben in diesem Abschnitt wurden am 13. Oktober 2026 geprüft.

Liste oder RegisterEintrag
UNESCO, WelterbelisteSton gehört nicht zu den zehn kroatischen Stätten
UNESCO, Tentativliste Kroatiensseit 2005 das historische Ensemble von Ston mit Mali Ston, den verbindenden Mauern, dem Naturreservat Bucht von Mali Ston, dem Stonsko polje und den Salzbecken
Kulturgüterregister des Kulturministeriumsdas Ensemble Ston mit Mauern und Befestigungen (ZDU_191) und gesondert das Ensemble Mali Ston (RST-1274-1986); kein eigener Eintrag für die Saline, und die Texte beider Einträge erwähnen die Salzbecken nicht
Natura 2000 (Narodne novine 80/2019, in der Fassung 87/2025)das Gebiet der Saline ist das Natura-2000-Gebiet HR3000167 Solana Ston, ein besonderes Schutzgebiet, das für Arten und Lebensraumtypen von Bedeutung ist
EU-Register eAmbrosia„Stonska sol“ ist kein eingetragener geschützter Name; eine Suche nach „Ston“ findet nur einen Namen aus Ston, Malostonska kamenica, also die Austern aus Ston
Kroatisches Register geschützter Namen (Aktualisierung August 2026)führt keinen Namen für Salz aus Ston

Die Tentativliste verzeichnet nur Stätten, die ein Staat möglicherweise zur Eintragung vorschlagen will. Der fehlende Eintrag bedeutet nicht, dass die Saline ungeschützt ist, sondern nur, dass das Register sie nicht namentlich erfasst. Eine geschützte Ursprungsbezeichnung hat dagegen Paška sol von der Insel Pag (Beschluss der Europäischen Kommission über die Eintragung, veröffentlicht am 11. April 2019).

Besuch und Salzfestival

Der Tourismusverband der Gemeinde Ston veröffentlicht auf ston.hr eine Preisliste für Eintrittskarten zur Besichtigung der Saline. Dort finden Sie auch die aktuellen Öffnungszeiten und Preise.

Das Salzfestival Ston (Festival soli) fand nach Angaben des Tourismusverbands 2025 vom 28. August bis 15. September statt. 2026 fand seine zehnte Ausgabe statt.

Häufige Fragen

Ist „Ston-Salz“ eine geschützte Ursprungsbezeichnung?
Nein. Stand 13. Oktober 2026 führen weder das EU-Register eAmbrosia noch das kroatische Register geschützter Namen einen Namen für Salz aus Ston. Eine geschützte Ursprungsbezeichnung hat Paška sol von der Insel Pag.
Steht die Saline von Ston auf der UNESCO-Liste?
Nicht auf der Welterbeliste. Das historische Ensemble von Ston mit Mali Ston und den Salzbecken steht seit 2005 auf der Vorschlagsliste der UNESCO für Kroatien (Stand 13. Oktober 2026).
Wo wird das Salz aus Ston gewonnen?
In der Saline bei der Stadt Ston auf der Halbinsel Pelješac.
Wie wird das Salz in Ston gewonnen?
Nach Angaben des Betreibers verdunstet Meerwasser in großen, flachen Becken, und der ganze Vorgang dauert je nach Wetter ein bis zwei Monate.
Wie viel Salz wird in Ston geerntet?
Der Betreiber nennt etwa 500 Tonnen im Jahr (archivierte Kopie seiner Seite vom 4. August 2025).
Kann man die Saline von Ston besichtigen?
Ja. Die Preisliste für Eintrittskarten zur Besichtigung und die Öffnungszeiten finden Sie beim Tourismusverband der Gemeinde Ston auf ston.hr.

Salz aus Ston in der Küche und im Buch

Im Rezept für Wolfsbarsch in Salzkruste wird grobes Salz aus Ston verwendet. Salz aus Ston, Austern, Oktopus, Fisch, Peka und Wein zum Essen behandelt das Kapitel „Zutaten und Rezepte“ im Buch.

Das Buch

Kroatische Pelješac — Wein und Essen

41 Weingüter mit den Notizen der Autoren und 11 Rezepte von der Halbinsel Pelješac.

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